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Waschen, trocknen, glänzen – 15 Tipps für schöneres Haar

Waschen, trocknen, glänzen – 15 Tipps für schöneres Haar

Schönes Haar ist dir gegeben, lass es leben… Leichter gesagt, als getan? Nicht wirklich, denn mit einigen kleinen Tricks bleiben die Haare auf Dauer schön oder werden wieder schön. Schon mit der richtigen Haarwäsche fängt die richtige Haarpflege an. Wie das geht und 14 weitere Tipps für glänzendes, sorgenfreies Haar – hier stehen sie!

Tipp 1: Haare waschen – aber bitte schonend
Das Haar vor jeder Wäsche gut durchbürsten. So lässt sich bereits ein Großteil der Rückstände von Stylingprodukten ganz leicht mit der Bürste ‚wegfegen‘. Nasse Haare sind extrem empfindlich, da sich die tannenzapfenartig angeordneten Hornschüppchen der Haaroberfläche öffnen. Im nassen Zustand reißen die Haare zudem wesentlich schneller. Deshalb vor der Wäsche einen Klacks Haarkur ins Haar geben. So wird das Haar weniger ausgelaugt und geschützt.

Bei regelmäßiger Haarwäsche ist ein zweiter Waschgang meist überflüssig. Es sei denn, das Haar wurde mit vielen Stylingprodukten behandelt. Weniger ist mehr – dies gilt auch für das Shampoo. Riesige Schaumberge verbessern die Reinigungsleistung nicht, sondern belasten das Haar zusätzlich. Bei stark verschmutztem Haar also lieber öfter mit weniger Shampoo waschen. Besonders wichtig ist das gründliche Spülen der Haare. Das Wasser sollte nur lauwarm sein. Je wärmer es ist, desto stressiger wird die Wäsche für die Haare. Sie sind richtig ’sauber‘, wenn sie quietschen und keine Schaumreste mehr im Wasser sichtbar sind.

Tipp 2: Conditioner – länger ist nicht gleich besser
Es ist ein Irrtum zu glauben, dass eine längere Einwirkungszeit bei Haarspülungen (Conditioner) gleich einen besseren Pflegeeffekt hervorruft. Da die Glanz gebenden und die Kämmbarkeit verbessernden Pflegestoffe nicht in das Haar eindringen, sondern es lediglich umhüllen, reicht eine Einwirkzeit von maximal 1 Minute meist vollkommen aus.

Tipp 3: Sanft trocknen – Haare mögen es kuschelig
Trockenes, strohiges Haar sollte nicht zusätzlich durch heißes Föhnen strapaziert werden. Besser: Die Haare vor dem Föhnen in einem Handtuch vortrocknen lassen und nicht stark frottieren. Anschließend das Haar nur lauwarm trocknen oder einen speziellen Fön mit Infrarotsensor zu benutzen.

Tipp 4: Einfach glänzend – so werden die Haare zu Strahlemännern
Lockiges Haar ist meist matter als glattes Haar, da das Licht ungleichmäßig reflektiert wird. Kuren und Conditioner bringen Sprungkraft und Schimmer in das Haar. Spezielle Glanzsprays erhöhen die Reflektion des Lichts. Dadurch wirkt auch lockiges Haar viel gepflegter und gesünder.

Produkte mit Fruchtsäuren und Kernölen sind kleine Multitalente. Die z.B. in Pfirsichen und Aprikosen enthaltenen Kernöle sind besonders fein und pflegen ohne zu fetten. Da sie reich an Vitamin E sind, wirken sie wie ein natürlicher Sonnenschutz und schützen das Haar vor dem Ausbleichen. Im Fruchtfleisch steckt Fruchtsäure, die das Haar in sich zusammenzieht. Dadurch schmiegen sich die Hornschüppchen an den Schaft und reflektieren kraftvoll das Licht. Auch Produkte, die einen Pflege-Cocktail z.B. aus Borretsch-, Mandel- und Kamelienöl enthalten, schenken jedem Haar einen festlichen Glanz.

Ein altes Hausrezept bringt ebenfalls neuen Glanz ins Haar: Für helles Haar gibt man ¼ Tasse Zitronensaft, für dunkles Haar ¼ Tasse Essig (z.B. Apfelessig) zu ½ Tasse Wasser. Die Mischung ins Haar geben, einwirken lassen und dann gründlich ausspülen.

Sprödes und geschädigtes Haar

Tipp 5: Spröde Haare – so werden sie wieder schön
Milch macht müde Haare wieder munter! Das in der Milch enthaltene Eiweiß ist eng mit dem natürlichen Haarbaustein Keratin verwandt und kann so kraftlose, spröde Haare wieder geschmeidig machen. Für die Haarpflege ideal sind daher Shampoos, Conditioner und Kuren, die Proteine enthalten.

Besonders bei langem Haar bietet sich Olivenöl an, das dem Haar Glanz verleiht und Spitzen geschmeidig werden lässt. Öl anwärmen und nach dem Waschen in die noch feuchten Längen und Spitzen kneten. Mindestens eine halbe Stunde einwirken lassen. Um die Pflegewirkung zu verstärken, Alufolie um das Haar wickeln. Anschließend gründlich auswaschen, bis sich das Haar nicht mehr ölig anfühlt. Intensiver wirkt die Haarmaske, wenn das warme Öl mit Eigelb, etwas flüssigem Honig und Zitronensaft verquirlt wird.

Tipp 6: Haare kitten – aber bitte nur dort, wo es nötig ist
Bei sprödem Haar besteht die Gefahr es zu ‚überpflegen‘. Die Haare wirken dann schlaff und die Frisur sitzt nicht mehr. Produkte mit positiv geladenen Polymeren, Hafer- oder Weizenproteinen spüren gezielt die negativ geladenen Schwachstellen im Haar auf und kitten kleine Löcher im Haarschaft. Durch diesen ‚Magneteffekt‘ bekommen die Haare nur dort Hilfe, wo sie es wirklich brauchen.

Tipp 7: Stimulieren und die Basis stärken
Bei dauerhaft spröden Haaren empfiehlt sich regelmäßig eine stimulierende Kopfhautmassage. Sie kurbelt die Durchblutung an und bringt die Talgdrüsen auf Trab, die ein gesundes Nachwachsen unterstützen. Spezielle Kopfhautlotionen unterstützen diesen Prozess.

Splissende, trockene Haare

Tipp 8: Gespaltene Haare – nur nicht verzweifeln
Eine geschädigte Haarstruktur zeigt sich am ehesten an den Haarspitzen. Wärmeeinwirkungen (z.B. durch Glätteisen oder Föhnwärme) schädigen das Haar – es lässt sich nur noch schwer durchkämmen und wird zu den Spitzen hin immer dünner. Da die Haarenden am ältesten sind, benötigen sie ein Extra an Pflege. Haarspitzenpflege oder Intensivkuren mit Pflanzenölen versiegeln den Spliss und verhindern ein weiteres Aufspalten der Haare. Auch Silikone sorgen dafür, dass aufgeraute Haarschuppen wieder anliegen. So wirkt das Haar insgesamt glänzender und lässt sich leichter stylen.

Gesplisstes Haar lässt sich auf Dauer allerdings nicht ‚reparieren‘. Hier hilft nur der Friseur. Regelmäßiges Nachschneiden beugt geschädigten Haaren vor. Zeigt sich dennoch Spliss, kann der Friseur mit der ‚Heißen Schere‘ oder mit einem speziellen Splissschnitt gezielt behandeln.

Strapaziertes Haar freut sich natürlich auch über ein ganz natürliches Rezept: Man zerdrückt eine reife Banane und mischt ein paar Tropfen Mandelöl unter. Diese Mischung in die Kopfhaut einmassieren. Nach 15 Minuten gründlich ausspülen.

Tipp 9: Stärkeres, voluminöseres Haar
Bei trockenem und feinem Haar empfiehlt es sich, Produkte mit Hafer- oder Weizenproteinen auszuprobieren. Getreidepartikel bilden einen Schutzfilm um jedes Haar und verstärken es. Die z.B. in Weizenkeimöl vorkommenden Fettsäuren pflegen das Haar ohne es zu beschweren.

Eine ganz natürliche Volumenspülung kann man leicht selbst herstellen: Einen Esslöffel Gelatinepulver zum Shampoo geben, um das Haar zu stärken. Es erhält dadurch mehr Griff und Volumen.

Tipp 10: Trockenes Haar intensiv pflegen
Eine Wohltat für die Haare ist eine selbst angerührte Intensivmaske. Dafür nimmt man das Fruchtfleisch einer weichen Avocado, 2 EL Sonnenblumenöl und etwas Zitronensaft und verrührt diesen Mix zu einem cremigen Brei. Die Masse im feuchten Haar verteilen und mit Frischhaltefolie und Handtuch zu bedecken. Nach 15 Minuten gründlich ausspülen. Einfacher und schneller geht es mit Haarpflegeprodukten, die Avocado- oder Sonnenblumenöl enthalten.

Noch einfacher ist folgendes Rezept: 1 Ei, 1 Teelöffel Honig und 2 Teelöffel Olivenöl vermengen. Auf das feuchte Haar geben, mit Frischhaltefolie und Handtuch bedecken. Durch die entstehende Wärme nimmt das Haar die Pflegestoffe besser auf. Mindestens 30 Minuten einwirken lassen und dann gut auswaschen.

Mehr Feuchtigkeit und Elastizität

Tipp 11: Feuchtigkeitsdepot
Gesundes Haar enthält in seinem Inneren rund 10% Feuchtigkeit, die jedoch bei angegriffenem Haar schnell verloren geht. Ideal zum Auftanken der Depots sind Produkte, die Algen und Meeresmineralien enthalten. Produkte, die konzentrierte Fettsäuren von Paranüssen, Mandeln oder Kokosnüssen enthalten dringen tief in das Haar ein. Dort können sie selbst schwere ‚Dürrezustände‘ beheben.

Tipp 12: Elastisches Haar
Das Geheimnis asiatischer Frauen mit blauschwarz leuchtendem, fülligem Haar sind die kieselsäurehaltigen Bambussprossen. Diese werden nicht nur verzehrt, sondern kommen z.B. auch als Bambusextrakt in Styling-Produkten zum Einsatz. Sie binden die Feuchtigkeit und geben elastischen Halt. Das Haar glänzt und wird spürbar kräftiger.

Tipp 13: Stabiles Haar
Fruchtwirkstoffe aus Ananas, Banane und Pfirsich sorgen beim Waschen für Glanz und mehr Stabilität der Haarstruktur. Der Grund: Sie regen die Bildung von Keratin an, dem wichtigsten Haarbaustein. Der Fruchtzucker gilt als Energiespender für Zellfunktionen, Zitronensäure stärkt die Haarfaser.

Fettige Haare und Schuppen

Tipp 14: Fettiges Haar
hat seine ganz eigenen Ansprüche. Es sollte so oft wie nötig mit einem milden Shampoo oder Kindershampoo gewaschen werden. Die Kopfhaut nicht zu stark massieren, da dies die Talgproduktion unnötig anregt. Zwischen den Wäschen kann man das Haar entfetten, indem man eine Bürste mit Mulltuch oder einer Baumwollsocke umwickelt und die Haare damit durchbürstet. Man kann auch die Kopfhaut zwischendurch mit einem mit Gesichtswasser für fettige Haut getränkten Pad abtupfen.

Tipp 15: Schuppen
Spezielle Anti-Schuppen-Produkte als Shampoos, Lotionen oder Cremes reinigen schonend die Kopfhaut, die Erneuerung der Hautzellen wird verlangsamt und es werden beruhigende Substanzen aufgetragen. Da hartnäckige Schuppen oftmals durch Bakterien verursacht werden, sind spezielle Produkte angesagt, die die sie eindämmen. Verbessert sich der Zustand binnen 2-6 Wochen nicht, sollte ein Arzt hinzugezogen werden. Ein sehr wirkungsvolles Mittel gegen Schuppen ist Vitamin E. Öl mit viel Vitamin E in die Kopfhaut einmassieren und über Nacht einwirken lassen.

Das richtige Werkzeug

Intakte Bürsten und Kämme sind ebenso wichtig, wie eine gezielte Pflege.
Ob sie die Haare schädigen, zeigt folgender Test: Mit der Bürste oder Kamm über den Handrücken streichen. Kratzt es, sollte das Haar nicht länger damit traktieren werden. Die Borsten sollten weich und abgerundet sein oder Noppen haben. Bei Kämmen sollten die Spitzen der Zinken rund geschliffen sein und keine scharfkantige Pressnähte haben. Besonders wichtig: Bürsten und Kämme regelmäßig mit Shampoo waschen und heiß abspülen, um Mikroorganismen zu entfernen.

Bei trockener Luft, synthetischen Teppichböden oder durch Reibung, z.B. beim Kämmen, können sich Haare elektrostatisch aufladen. Sie stoßen sich gegenseitig ab und ‚fliegen‘. Mit einem Kamm aus Naturholz oder Horn lässt sich dieser Effekt vermeiden. Fliegen nur einzelne Haare, einfach ein wenig Haarspray in die Handfläche sprühen und über das Haar fahren.

(Quelle Bildmaterial: ©istockphoto/IvanovaInga)

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5 Kommentare

  1. Resa

    Vielen Dank, die Tipps sind wirklich hilfreich.

    Antworten
  2. Öl für die Haare

    …wirkt tatsächlich Wunder! Seit ich den Tipp mit dem Sonnenblumenöl befolge sehen meine Haare einfach viel viel besser aus. Haate vorher jahrelang mit trockenem Haar zu kämpfen und verschiedene Shampoos oder Spülungen konnten nie etwas daran ändern. Jetzt mache ich einfach einmal pro Woche eine Intensivmaske und habe keine Probleme mehr! Sehr zu empfehlen.
    Die anderen Tipps sind natürlich auch gut und die meisten versuche ich auch zu befolgen. Sehr informativ, weiter so!

    Antworten
  3. sarah

    Das war sehr hilfreich! Thanks!

    Antworten
  4. Michellosh

    oder ihr nehmt einfach eine tasse voll olivenöl massiert es in eure haare ein & lasst es über nacht oda mind. 2std einwirken und voila' siehe da, schöne glänzende weiche haare. & so schwer das öl auszuwaschen ist es auch nicht, aber man muss es regelmäßig machen so einmal bis zweimal die woche, dann wachsen auch die haare schneller.   küsschen ihr süßen :*

    Antworten
  5. Mondkalender Haare

    Super Tipps! Vielen Dank 🙂
    Das Hausrezept werde ich heute direkt mal ausprobieren und mal schauen was es bringt. Bei mir hilft Arganöl auch sehr gut, ist nur leider unverschämt teuer…
    LG

     

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