Über Puredistance wurde bereits geschrieben, bevor man die Düfte kennen lernen durfte. Es ist etwas Neues, Schönes. Eine Komposition, eine Gratwanderung zwischen Anmut und Femininität, klassisch, zeitlos, fernab jeglicher modischen Trends. Und ein Zeugnis traditioneller Parfumeurskunst mit hochwertigsten Ingredienzen. Vergleichbar einer totalen Verschmelzung, wie ein kostbares Schmuckstück auf nackter Haut, ergänzt von einem Kleidungsstück aus Kaschmir und Seide.
Antonia wurde – wie auch der erste Puredistance Duft – erschaffen von der Parfümeurin Annie Buzantian, die das Werk, die Komposition als Ganzes "unberührt" lassen möchte, ohne die einzelnen Duftnoten dar zu legen. Sie vergleicht das mit den Werken von Chopin, dessen Werke nicht in die individuellen Noten zerlegt werden müssen, um sie genießen zu können. Antonia ist ein charaktervoller, üppiger grüner Blütenduft mit einem Herzen voll Wärme, vergleichbar einer weichen, zärtlich umfassenden Umarmung. Weder modern noch klassisch einzuordnen, aber charaktervoll und präsent, ohne zu überwältigen. Ein unschuldiger Duft, der jeder Weiblicheit eine intime Souveranität zugesteht.
Die Noten: Jasmin, Rose, Ylang-Ylang, Iris, grüner Efeu, Galbanum, Vanille, und Vetiver.
Mein persönlicher Testbericht:
Grüne Düfte mag ich eigentlich. Nur leider haben sie die unsympathische Eigenschaft, sich auf meiner Haut sehr sehr harsch und klirrend scharf zu entwickeln. Etwas, was ich bedauere, und etwas, das mich nicht dazu veranlasst hat, meine Suche in dieser Duftfarbe fortzusetzen. Antonia aber ist ganz anders. Das erste, was ich nach Minuten nach dem Aufsprühen wahrnehme, ist eine leicht kalkhaltige Kreidenote, die mich hoffen läst, dass dem Harschen ein sanftes Bett angeboten wurde. Dann warte ich mit geschlossenen Augen auf weitere Eindrücke.
Ich habe selten ein Parfum gehabt, das ich so wenig zu fassen bekomme, das sich so wenig in eine bestimmte Richtung drängen lässt. Gebe ich mich der Hoffnung hin, eine Efeuranke erwischt zu haben, ist sie bereits wieder weg. Bemühe ich mich, Jasminblüten zu finden, komme ich kopfschüttelnd zu der Erkenntnis, dass Antonia dafür nicht schwer genug ist. Vetiver? Ja, mag sein, aber sehr besänftigt von der Kreidenote. Pudrige Noten? Ja schon, aber nicht süss genug. Und viel zu erwachsen. Also doch eher Kreide, Talkum? Und was ist mit den Aldehyden, die ich geglaubt habe, zu riechen? Ich weiss es nicht. Die einzelnen Duftkomponenten zerfliessen so ineinander, dass ich kaum in der Lage bin, diesen Duft in Worte zu fassen. Es würde ihm nicht gerecht werden.
Was mir Stunden nach dem ersten Aufsprühen bleibt, ist ein sehr erwachsener, "close to the skin" -Duft, der so perfekt mit der Haut verschmilzt, wie ich es selten erlebt habe. Nichts Süsses, nichts Harsches. Nur eine pudrige Wärme, die flüsternd von zarten, grünen Pflanzen erzählt.
Ich bleibe dabei, Antonia ist ein ganz eigenständiges Parfum. Präsent, zurückhaltend und so kostbar, ein Duft, der mich auf eine Reise mitnimmt und ein Erlebnis, das neugierig macht auf die anderen Puredistance Düfte.
Die Puredistance Parfums auf einen Blick:
Erhältlich
Die Parfums von Puredistance sind im gleichnamigen Onlineshop und folgenden Point-of-Sales erhältlich.
(Quelle Bild- und Textmaterial: Puredistance)
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