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Immer wieder finden wir auf Tiegel und Tuben den Hinweis „Enthält Oxybenzon“. Produkte mit mehr als 0,5% Oxybenzon müssen einen entsprechenden Warnhinweis („Enthält Oxybenzon“) tragen. Hinter Oxybenzon verbirgt sich ein chemischer UV-Schutz, der nach mehreren Studien in die Schlagzeilen gekommen ist. Grund dafür sind etliche Nebenwirkungen, die Oxybenzon mit sich bringt…

Sonnenschutz ist wichtig, das müsste inzwischen bei wirklich jedem angekommen sein. Allerdings ist das, was wir uns zum Schutz gegen UV-Strahlen auf die Haut geben, nicht immer erste Wahl und vor allem nicht immer völlig ungefährlich. Bestes Beispiel dafür ist Oxybenzon (INCI Bezeichnung Benzophenone-3). Dieser chemische UV-Filter absorbiert die schädigenden UV-Strahlen auf der Hautoberfläche und verwandelt sie von Licht zu Wärme. Wenn jedoch Licht in Wärme in der Basalschicht der Haut umgewandelt wird, können Zellen geschädigt werden.

Der große Haken an Oxybenzon ist jedoch, dass der Stoff über die Haut in den Körper gelangt und dort Allergien, Hormonstörungen und Zellschädigungen verursachen kann. Außerdem besitzt Oxybenzon eine hohe photosensibilisierende Wirkung. Das heißt, dass die Haut lichtempfindlicher wird und dann nur eine geringe Sonneneinstrahlung genügt, um Reaktionen wie Rötungen, Brennen, Schwellungen oder Blasenbildung auszulösen. Kontraproduktiv, da ein Lichtschutzfilter die Haut schützen und nicht noch empfindlicher machen soll.

2008 brachte eine Studie des U.S. Centers for Disease Control (CDC) alarmierende Zahlen zutage. Demnach sind 97% der 2.500 getesteten Amerikaner mit Oxybenzone „kontaminiert“. Kein Wunder, steckt dieser UV-Filter nicht nur in Sonnenschutzprodukten, sondern auch in Tagescremes, Lippenpflegeprodukten und Lippenstiften. Oxybenzon gelangt über die Haut in den Körper und wurde bei nahezu jedem Probanden im Urin nachgewiesen. Bei Frauen und Mädchen wesentlich mehr, als bei Männern und Jungs – was auf die Verwendung und den häufigeren Gebrauch von Kosmetika zurückzuführen sei. Eine andere Studie (Wolff 2008) belegte, dass Mütter mit einem hohen Level von Oxybenzon im Körper weitaus mehr untergewichtige weibliche Babys zur Welt bringen, als andere Frauen.

Doch es gibt Alternativen, z.B. physikalische UV-Filter (etwa Zinkoxid oder Titanoxid). Sie bleiben auf der Hautoberfläche, reflektieren und streuen die UV-Strahlung und sind keine sensibilisierenden Substanzen.

Weitere Informationen zu den Studien und weiterführende Links gibt es hier in englischer Spache.

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3 thoughts on “Oxybenzon: UV-Schutz, der es in sich hat

  1. hallo,
    interessante Info. Ich selbst bin z.Zt. auf der Suche nach einer Sommerpflege für ölige Haut mit hohem Lichtschutzfaktor. Könnt Ihr denn eine Produktempfehlung geben für eine Pflege ohne Oxybenzon?
    danke im Voraus

  2. Hallo Alice,

    ich habe mal ein wenig gegoogelt, aber anscheinend gibt es keine Seite, auf der man sich mal die INCIs anschauen könnte. Schade…

    Viele Grüße,
    Petra

  3. Vielen Dank für diese Info über Oxybenzon. Möglicherweise ist das der Grund meines neuen Make Ups von Artdeco, dass ich jetzt aussehe wie ein Streuselkuchen!
    Zuerst sah es aus, als sei es nur eine neue Verpackung, aber (wie auch die Beraterin bei Douglas mitteilte) sind auch gleich die Inhaltsstoffe LEICHT verändert worden. Sie sagte mir, dass nun Hyoloron mit drin sei, was für meine eher trockene Haut nur von Vorteil sein könne…
    Wenn Sie es einmal testen möchten: Artdeco Long lasting Foundation, oil free, SPF20.
    Den Vorgänger habe ich jahrelang benutzt und hatte nie Probleme damit.
    Schade, nun haben sie einen Kunden für das Produkt weniger.
    Ich werde jetzt auch noch eine Email an Artdeco direkt schreiben. Mal sehen, ob eine Antwort kommt.

    Mit freundlichem Gruß,

    Alice

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